Diese Schule ist eine Einrichtung des Sozialdienst katholischer Frauen - Gesamtverein e.V.

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Schule Haus Widey

Website des Förervereins der Schule Haus Widey

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Die Berufsschule

 

Mit der Aufnahme von jungen Frauen in der Heimeinrichtung / Ausbildungsstätte Haus Widey, die ihre allgemeine Schulpflicht bereits erfüllt haben aber noch berufsschulpflichtig sind und einer besonderen Förderung bedürfen, stellte sich im Jahr 1991 die Frage nach einer adäquaten Beschulung. Da diese Schülerinnen oftmals nicht in der Lage sind, am Unterricht der Regel-Berufsschule teilzunehmen, beschloss man, eine Förderschule im berufsbildenden Bereich (Förderberufskolleg) mit entsprechenden Projektklassen zur Berufsfindung einzurichten. Im Dezember 1991 erteilte das Kultusministerium des Landes NRW die Genehmigung zur Errichtung einer entsprechenden Schulform. Die Schule Haus Widey existiert seither als Bündelschule, d.h. als Schule mit zunächst zwei unterschiedlichen Schulformen (Förderschule-Sek. I mit den Förderschwerpunkten ESE und Lernen und Förderschule im berufsbildenden Bereich-Sek. II). Neben dem berufsvorbereitenden Bereich wurde dann anschließend der berufsbildende Bereich eingerichtet, in dem Jugendliche mit Behinderungen gemäß § 66 BBiG / § 42 HWO in bestimmten Werker- bzw. Fachpraktikerberufen (z.B. Hauswirtschaftshelfer/in, Gartenbaufachwerker/in, Beikoch/Beiköchin, Bau- und Metallmaler, Fachpraktiker im Verkauf) zum Berufsschulabschluss geführt werden. Der Schulneubau der Schule Haus Widey in Scharmede im Jahr 2004 führte dann auch für die Berufsschule z.B. durch modernere und schülergerechte Unterrichtsräume und eine zeitgemäße technische Ausstattung zu deutlich verbesserten Arbeits-, Lern- und Unterrichtsbedingungen für die Lehrer/innen und die Schüler/innen.

Zum Schuljahr 2014 / 2015 mietete die Schule Haus Widey von der Firma Schöningh eigene Unterrichtsräume in der Otto-Stadler-Str. 6 an und führt seit diesem Zeitpunkt einen Außenstandort in Paderborn. Im Jahr 2016 stieg die Berufsschule Haus Widey am Standort Paderborn zudem in die Beschulung von Flüchtlingen ein. Um diese Internationalen Förderklassen beschulen zu können, erteilte das Bildungsministerium die Genehmigung zur Gründung und Einrichtung eines Berufskollegs für IFK-Klassen und andere Klassen der Ausbildungsvorbereitung. Seither umfasst die Bündelschule Haus Widey nunmehr 3 Schulformen. Die Berufsschule unterrichtet derzeit mit etwa 20 Vollzeit- und Teilzeitlehrkräften insgesamt etwa 270 Schülerinnen und Schüler an den Standorten Haus Widey in Salzkotten-Scharmede und in der Paderborner Außenstelle. Die Beschulung der Jugendlichen und jungen Erwachsenen umfasst mittlerweile vielfältige Maßnahmen der Ausbildungsvorbereitung und Berufsausbildung. Die Berufsschule Haus Widey zeichnet sich seit der Umsetzung des Inklusionsauftrages vor allem durch einen großen Grad an Spezialisierung und durch eine sehr hohe Flexibilität bei der Bedarfsabdeckung von Bildungsaufträgen aus.

 

Kooperationen mit privaten Bildungsträgern

 

Ein weiterer Meilenstein in der Entwicklung und im Ausbau der Berufsschule Haus Widey stellte das Jahr 1997 dar. Hier ist im Februar 1997 zunächst der Beginn der Kooperation mit dem Kolping- Berufsförderungszentrum in Paderborn zu nennen. Ausgangspunkt für diese Kooperation war die Bestrebung seitens der staatlichen Bildungsplanung, jugendliche Berufsschüler/innen, die über einen sonderpädagogischen Förderbedarf bzw. Reha-Status verfügen, aus den Regelberufsschulen „herauszuziehen“. Diese Schülergruppe sollte fortan eigene, von Trägern geführte Maßnahmen in der Ausbildungsvorbereitung / Berufsausbildung besuchen. In den Regelschulen konnten diese Schüler/innen entsprechend ihrer vielfältigen Lern- und auch Verhaltensprobleme nicht ausreichend gefördert werden. Probleme bestanden vor allem darin, dass Schüler/innen in großen, anonymen Klassenverbänden und Schulsystemen „untergingen“ und folglich dem Unterricht ganz fernblieben. Aus diesem Grund beauftragte man die Schule Haus Widey mit dem schulischen Teil der Ausbildung dieser spezifischen Schülergruppe. Kleine Lerngruppen, individuelle Förderung und persönliche Beziehungsarbeit standen seither im Zentrum der pädagogischen Arbeit. In der Anfangszeit setzte die Schule Haus Widey dabei zunächst wenige Lehrern ein, die in der Ausbildungsvorbereitung (damals F3- und F1-Lehrgänge zur Berufsvorbereitung) an den Kolping-Standorten in der Robert-Koch-Straße und in der Otto-Stadler-Straße in Unterrichtsräumen des Kooperationspartners zum Einsatz kamen. In den Folgejahren folgten dann weitere Kooperationen mit privaten Bildungsträgern, wie mit IN VIA St. Lioba, mit dem TBZ bzw. heute SBH-West, mit der SPI bzw. mit der FAW hinzu. Diese Zusammenarbeit führte dann in der Konsequenz zu einem starken Anstieg der Schülerzahlen im Bereich der Berufsschule. Der Unterricht findet heute zum einen in der Außenstelle Paderborn, zum anderen aber auch in speziell von den Kooperationspartnern zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten statt. Als großer Vorteil zeigt sich dabei die Möglichkeit, vor Ort eine direkte Verzahnung von Theorie und Praxis zu ermöglichen. Die Lehrkräfte, die im Hause der Bildungsträger nach dem Motto „Arbeiten und Lernen unter einem Dach“ unterrichten, stehen bei der Beschulung im engen Kontakt mit Bildungsbegleitern (Sozialpädagogen), Stützlehrern, Ausbildern und ggfs. auch mit den hauseigenen Psychologen. Dieser Umstand der kurzen und direkten Wege führt zu einem ständigen Informationsausstauch, zu einer effektiven Abstimmung der Lernprozesse und gewährleistet in der Folge eine hohe Ausbildungsqualität und dadurch in der Konsequenz auch sehr gute Ausbildungs- und Integrationserfolge.

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